Bereits ab etwa dem sechsten Lebensmonat brechen bei einem Kind die ersten Milchzähne durch. Bis zum dritten Lebensjahr ist das Milchgebiss mit insgesamt 20 Zähnen in der Regel vollständig entwickelt. Die Milchzähne übernehmen dabei wichtige Aufgaben: Sie helfen bei der Sprachentwicklung ebenso wie beim Kauen und halten den Platz für die späteren bleibenden Zähne frei.
Mit dem Wachstum von Kiefer und Gesicht reichen die kleinen Milchzähne jedoch irgendwann nicht mehr aus. Ihre Wurzeln werden nach und nach vom Körper abgebaut, die Zähne beginnen zu wackeln und fallen schließlich aus. So entsteht Platz für das bleibende Gebiss, das ein Leben lang erhalten bleiben soll. Der erste Wackelzahn ist ein echter Meilenstein für ein Kind. Doch wann passiert das eigentlich und worauf sollten Eltern während des Zahnwechsels besonders achten?
Phasen des Zahnwechsels
Erste Phase (5 bis 7 Jahre)
In den ersten Grundschuljahren beginnt bei den meisten Kindern der eigentliche Zahnwechsel. Meist fallen zunächst die unteren und anschließend die oberen Schneidezähne aus. Gleichzeitig brechen die ersten bleibenden Backenzähne durch – die sogenannten Sechsjahrmolaren. Da sie hinter den letzten Milchbackenzähnen erscheinen und keinen Milchzahn ersetzen, bleiben sie von Eltern häufig unbemerkt.
Zweite Phase (9 bis 13 Jahre)
In der zweiten Phase werden nach und nach die Eckzähne sowie die kleinen Milchbackenzähne durch bleibende Zähne ersetzt. Gleichzeitig brechen die zweiten großen Backenzähne durch. Gegen Ende dieser Phase sind in der Regel alle Milchzähne ausgefallen und das bleibende Gebiss ist so weit vollständig.
Dritte Phase (ab 17 Jahren)
Erst im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter können die Weisheitszähne durchbrechen. Sie sind die letzten Backenzähne und gelten als Überbleibsel der menschlichen Entwicklung. Da sie im heutigen Kiefer häufig nicht genügend Platz finden, müssen sie oft entfernt werden. Allerdings entwickelt nicht jeder Mensch Weisheitszähne – bei manchen sind sie gar nicht angelegt oder brechen nie vollständig durch.
Worauf sollten Eltern während des Zahnwechsels achten?
Der Zahnwechsel verläuft in den meisten Fällen problemlos. Trotzdem gibt es einige Punkte, auf die Sie achten sollten.
Milchzähne sollten möglichst nicht gewaltsam entfernt werden. Lockere Zähne fallen meist von selbst aus, sobald die Wurzel vollständig abgebaut wurde. Auch das Kind kann die Zähne mit der Zunge etwas lockern. Doch wird zu früh mit Gewalt daran gezogen, kann das Schmerzen verursachen oder das Zahnfleisch verletzen.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen auch die ersten bleibenden Backenzähne. Da sie unbemerkt hinter den Milchzähnen durchbrechen, werden sie beim Putzen häufig vergessen. Gleichzeitig besitzen sie tiefe Kauflächen mit feinen Fissuren, in denen sich leicht Bakterien und Speisereste festsetzen können. Deshalb gehören sie zu den Zähnen, die besonders häufig von Karies betroffen sind.
Während des Zahnwechsels sollten Eltern ihre Kinder weiterhin beim Zähneputzen unterstützen oder zumindest kontrollieren. Erst im Alter von etwa sieben bis acht Jahren sind die meisten Kinder motorisch in der Lage, ihre Zähne wirklich gründlich allein zu reinigen.
Wann sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden?
Allgemein gilt: Kinder müssen ab dem ersten Lebensjahr regelmäßig zum Zahnarzt, um die Gebissentwicklung zu kontrollieren. Bis zum sechsten Lebensjahr sollten Sie vier Mal im Jahr einen Termin ausmachen, danach alle sechs Monate. Ein Zahnwechsel ist in der Regel allerdings nicht behandlungsbedürftig.
Dennoch sollten Sie außerhalb der typischen Kontrolltermine mit Ihrem Kind die Zahnarztpraxis aufsuchen, wenn:
- ein bleibender Zahn deutlich schief oder an ungewöhnlicher Stelle durchbricht,
- Milchzähne sehr lange festsitzen, obwohl der bleibende Zahn bereits sichtbar ist,
- bleibende Zähne nach einem Unfall beschädigt wurden,
- starke Schmerzen, Schwellungen oder Entzündungen auftreten,
- Sie unsicher sind, ob sich das Gebiss altersgerecht entwickelt.
Durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen lassen sich Auffälligkeiten früh erkennen. Falls notwendig, kann eine kieferorthopädische Behandlung rechtzeitig geplant werden.
Den Zahnwechsel gemeinsam begleiten – im arona Zahnzentrum Ulm
Der Zahnwechsel ist ein wichtiger Entwicklungsschritt und wirft bei vielen Eltern Fragen auf. Im arona Zahnzentrum Ulm begleiten wir Kinder und ihre Familien während dieser Zeit mit viel Erfahrung und Einfühlungsvermögen. Bei regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen in unserem Milchzahnclub kontrollieren wir die Entwicklung des Gebisses, erkennen mögliche Fehlstellungen frühzeitig und geben Ihnen wertvolle Tipps zur Zahnpflege während des Zahnwechsels.
Sie möchten den Zahnwechsel Ihres Kindes zahnärztlich begleiten lassen oder haben Fragen zur Entwicklung der bleibenden Zähne? Vereinbaren Sie gerne einen Termin im arona Zahnzentrum – wir beraten Sie und Ihr Kind persönlich.